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Inspektion & Wartung

Inspektion & Wartung

Tata Steel verfügt über eine mehr als 50-jährige Erfahrung in der Entwicklung und Produktion von bandbeschichtetem Stahl für Dach- und Fassadensysteme. Auf der Grundlage dieser Erfahrung erteilen wir „Best Practice“-Empfehlungen zur Inspektion und Wartung.

Durch die sorgfältige Inspektion und Wartung des Gebäudes wird gewährleistet, dass der Besitzer lang Freude an den optimalen Leistungen des Produktes im Hinblick auf das äußere Erscheinungsbild, die Beständigkeit und Lebensdauer hat.

 

Wie oft ist die Inspektion erforderlich?

Schmutzablagerungen und Verunreinigungen

Reinigung

Graffiti

Algenbewuchs

Mechanische Beschädigungen

Natürliche Alterung der Beschichtung

Bauabfälle

Schutzfolie

Befestigungselemente

Vor Ort geschnittene Schnittkanten

Durchdringungen


Während der Lebensdauer des Gebäudes ist eine regelmäßige Inspektion erforderlich. Da die jeweiligen Gebäude in Abhängigkeit vom Standort und Gebäudetyp ganz unterschiedliche Wartungsanforderungen stellen, lassen sich jedoch nur schwer allgemeine Richtlinien erstellen. Idealerweise sollte das Gebäude nach dem ersten Jahr seiner Nutzung einer Grundinspektion unterzogen werden. Die Ergebnisse dieser Untersuchung sind eine gute Berechnungsbasis, um zukünftigen Wartungsaufwand und Inspektionsintervalle zu definieren.

Die Philosophie praktizierten Arbeitsschutzes beruft sich ab einer gewissen Gebäudehöhe auf das Grundprinzip der Vermeidung von Situationen, die eine potenzielle Gefahr mit sich bringen. Somit ist es empfehlenswert, das Betreten des Dachs zu Inspektionszwecken zu vermeiden. Dachinspektionen lassen sich oft auch von einem Hubsteiger, über eine vom Dachrand abgeschirmte Zugangsluke oder vom Boden beziehungsweise von angrenzenden Gebäuden aus mit einem Feldstecher durchführen.

Colorcoat HPS200® Ultra mit verbesserter Beschichtung und optimiertem Galvalloy® Trägermaterial erfordert im Rahmen der Garantie keine regelmäßige Wartung. Dies gilt während der gesamten Confidex® Garantiezeit. Damit erübrigt sich die jährliche umfassende Inspektion in der ersten Zeit bis zu maximal 40 Jahren. Mit diesen Vorteilen optimiert Confidex® die Gebäudesicherheit bei gleichzeitiger Verringerung der Verwaltungskosten.

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Verunreinigungen können sich auf jeder Oberfläche ansammeln und dort verhärten. Dies gilt unabhängig von der Höhe sowohl bei Fassadenbekleidungen als auch bei Dacheindeckungen. Solche Ansammlungen finden sich in erster Linie an Stellen, an denen wenig fließendes Wasser und wenig Wind vorhanden sind. Typische Schmutzfänger sind z.B. Ecken, Durchführungsöffnungen und Rinnen. An manchen Stellen, zum Beispiel unter Bäumen (Laub- und Blütenabfälle), in Industriegebieten und an Standorten, die nicht weit von Straßen mit starkem Verkehrsaufkommen entfernt sind, sammeln sich Verunreinigungen schneller an. Regen spült den Schmutz teilweise wieder ab. Aber an den Stellen, an denen das Gebäude vor Regen geschützt ist, beispielsweise an der Oberkante von Rolltoren oder unter Traufen, geht dieser natürliche Effekt verloren. Hier können sich Schmutzansammlungen bilden.

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Die Reinigung sollte immer dann erfolgen, wenn eine Verunreinigung deutlich sichtbar wird. Denn Verunreinigungen beeinträchtigen nicht nur das ästhetische Erscheinungsbild, sondern können auch die Beschichtung angreifen. Eine bleibende Verunreinigung kann sogar zur Korrosion des bandbeschichteten Stahls führen.

Größere Schmutzansammlungen können den Regen daran hindern, von den Wasser führenden Flächen abzulaufen und die Abflussrinnen blockieren. Permanente Pfützen können zur Korrosion führen. Um dies zu vermeiden, muss der Schmutz mit einem weichen Besen zusammengefegt und entfernt werden. Danach sind alle verunreinigten Stellen mit frischem Wasser abzuspülen. Salzwasser und Hochdruckreiniger sollten nicht verwendet werden. Idealerweise empfiehlt sich eine 10 %ige neutrale Seifenlösung und gründliches Nachspülen mit frischem Wasser. Um die Beschichtung nicht zu verkratzen, sollte man von der Verwendung von Scheuermitteln absehen und stattdessen den hartnäckigen Schmutz mit einer weichen Bürste entfernen.

Öl lässt sich durch Abwaschen mit einem in Terpentin getränktem Tuch entfernen. Hierbei ist zu vermeiden, dass die Beschichtung durch längeren Kontakt mit dem Terpentin leidet. Anschließend muss unverzüglich mit neutraler Seife und Wasser nachgewaschen werden.

Größere Mengen Vogelkot, beispielsweise in der Nähe von Nestern und Taubenschlägen, können den Säuregrad des ablaufenden Regenwassers stark verändern. Dächer, auf denen dies der Fall ist, sollten regelmäßig gereinigt werden.

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Graffiti lässt sich mit speziellen Reinigungsmitteln entfernen. Zudem sind entsprechende Anti-Graffiti-Systeme erhältlich. Insgesamt gibt es drei Arten von Behandlungsprodukten:

  • Spezielle Graffiti-Entferner als Lösungsmittel oder Gel. Bei dieser Art der Graffiti-Entfernung ist unbedingt darauf zu achten, dass nur das Graffiti entfernt, nicht jedoch die Beschichtung angegriffen wird.
  • Zur Prävention können auf bandbeschichtetem Stahl transparente Anti-Graffiti-Systeme aufgebracht werden. Bei einer Verschmutzung wird die Fläche einfach mit warmem Wasser abgespritzt und das Graffiti mitsamt der Schutzschicht entfernt. Um den Schutz zu erneuern, muss danach eine neue Schicht aufgebracht werden.
  • Zudem können aber auch permanente Schutzsysteme aufgebracht werden, auf denen die gängigen Graffitifarben schlecht haften und von denen sie sich innerhalb kurzer Zeit lösen lassen.
   

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Unter Bedingungen, die dem Algen-/Flechtenwachstum förderlich sind, kann auf fast jeder Oberfläche ein solcher Bewuchs entstehen. Colorcoat® Produkte verfügen über eine Zusammensetzung, die das Algenwachstum nicht fördert und häufig sogar bremst.

Unter extremen Bedingungen kann sich allerdings trotzdem ein Algen-/Flechten- oder Schimmelbelag bilden. Bedingungen, die dazu beitragen, sind u.a. eine dauerhaft feuchte Umgebung und die Anwesenheit von Schimmel-, Algen- und Flechtensporen in der näheren Umgebung. Selbstverständlich können auch Verunreinigungen einen Nährboden für Schimmelsporen, Algen und Flechten bilden.

Algen- und Schimmelbelag ist nicht nur ein ästhetisches Übel, sondern kann auch die Qualität der Beschichtung beeinträchtigen.

Mit der folgenden Lösung kann man Algen- und Schimmelbelag entfernen. Dabei sollte mit einer weichen Bürste geringer Druck ausgeübt werden:

Neutrale Seife 0,5 %
Trinatriumphosphat 3,0 %
5% Natriumhypochloritlösung 25,0 %
Frisches Wasser 71,5 %

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Mechanisch verursachte Beschädigungen können aus diversen Gründen entstehen, beispielsweise durch Kollisionen oder Reibung. Wenn es sich nur um geringfügige Schäden handelt, beispielsweise um einen Beschichtungsabrieb, der nicht so tief ist, wie die Oberflächenstruktur, muss dieser Defekt nicht repariert werden. Bei tiefer gehenden Schäden, wenn beispielsweise die Beschichtung zerkratzt wurde, ist eine Instandsetzung notwendig. Bei einem Kratzer in der Beschichtung kann es zur Korrosion kommen. Solche Schäden lassen sich beheben, indem man die lose oder abblätternde Farbe entfernt, die fragliche Stelle reinigt und, wenn sie trocken ist, mit einer passenden Reparaturfarbe überstreicht. Bei Kratzern, welche bis auf den Stahlkern oder die Zinkbeschichtung gehen, sollte das Auftragen einer lufttrocknenden Zinkstaubfarbe die anodische Schutzschicht ergänzen. Der Farbauftrag darf jedoch nicht größer sein, als die ursprüngliche Beschädigung. Daher ist unbedingt darauf zu achten, dass die Farbe mit einem mittelfeinen bis feinen Malerpinsel aufgebracht wird. Bei schweren Schäden muss die Tafel ausgewechselt werden, was bei bandbeschichtetem Stahl kein Problem darstellt. Daher ist es immer eine gute Idee, beim Bau bereits einige zusätzliche Platten zu bestellen und diese für den Fall der Fälle einzulagern.

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Liegt eine natürliche Alterung der Beschichtung vor, ist zunächst festzustellen, wie stark die Alterungserscheinungen sind. Erst dann kann entschieden werden, welche Instandsetzungsarbeiten eventuell erforderlich sind. Letztendlich kann es soweit kommen, dass die fragliche Fläche gestrichen oder ein neues Element eingesetzt werden muss. Die Mindest-PBO (Mindestzeitraum bis zum Überstreichbeschluss) ist die Mindestzeit, innerhalb derer eine solche Entscheidung für ein bestimmtes Bauelement aus bandbeschichtetem Stahl getroffen werden muss.

Hierbei ist äußerste Sorgfalt geboten, da das Überstreichen nicht einfach aus dem Auftragen von Farbe auf die Oberfläche besteht. Vielmehr ist darauf zu achten, dass ein kompatibles Farbsystem zur Anwendung gelangt und ein kompetenter Unternehmer eingeschaltet wird, der sicherstellt, dass die Farbe korrekt aufgetragen wird. Im Einzelfall kann Tata Steel geeignete Lösungen für Farbausbesserungen und das Überstreichen empfehlen.

 

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Abfälle wie beispielsweise Späne, Schleifstaub, Hohlnietenschäfte und weitere Verunreinigungen, die möglicherweise nach dem Bau oder Umbau zurückgeblieben sind, neigen zur Korrosion und können unansehnliche Stellen auf der Gebäudehülle verursachen. Verunreinigungen dieser Art sollten möglichst schnell entfernt werden, so dass die darunter liegende Beschichtung nicht beeinträchtigt oder beschädigt wird.

Man kann versuchen, durch die Korrosion von Bauabfällen entstandene Flecken mit einer 5 %igen Salzsäurelösung zu entfernen. Hierbei ist jedoch darauf zu achten, dass der Kontakt höchstens 5 Minuten dauert, die betroffene Stelle gereinigt und anschließend sehr gründlich mit frischem Wasser abgespült wird. Wichtig ist auch, dass die Schnittflächen, Schrauben und Stöße nicht mit der Säure in Kontakt kommen und immer gut gereinigt werden. Die Beschichtungen zeigen ganz unterschiedliche Eigenschaften im Hinblick auf ihre chemische Beständigkeit. Bei besonders hartnäckigen Flecken sind möglicherweise spezielle Reinigungsprodukte erforderlich. Die Colorcoat-Connection®-Helpline, hilft Ihnen gerne, ein Produkt auszuwählen, das die Beschichtung nicht schädigt.

Für weitere Arten von Verunreinigungen können beispielsweise PUR-Bauschaum, Bitumen, Teer oder Harz verantwortlich sein. Derartige Verunreinigungen erfordern eine Spezialreinigung. Auch Beton, Zement und Gips können verkrusten. Diese lassen sich mit einer 5 %igen Phosphorsäurelösung entfernen. Hierbei ist jedoch unbedingt auf die Arbeitssicherheit zu achten! Auch in diesen Fällen dürfen die Schnittflächen, Schrauben, Stöße und anderen Metallteile nicht mit der Säure in Kontakt kommen. Anschließend müssen die entsprechenden Stellen gründlich gereinigt und abgespült werden.

 

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Die Schutzfolie soll die Fassaden- oder Dachelemente aus bandbeschichtetem Stahl beim Transport vorübergehend schützen. Wird sie zu lange den Witterungseinflüssen oder anderen Arten der UV-Strahlung ausgesetzt, kann der Klebstoff aushärten, wodurch sich die Haftfestigkeit erhöht. Die Folie lässt sich dann nur noch schwer oder gar nicht mehr entfernen und es bleiben unansehnliche Leimreste auf der Beschichtung zurück. Passieren kann dies auch bei lichtundurchlässigen schwarzen Schutzfolien! Die Leimreste lassen sich in vielen Fällen mit Terpentin oder WD-40 entfernen. Danach muss die Oberfläche gründlich gereinigt werden. Um diese Probleme zu vermeiden, sollte man die Empfehlungen des Schutzfolienherstellers beachten und die Folie rechtzeitig entfernen.

 

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Schrauben und andere Befestigungselemente, die beschädigt, stark korrodiert oder verkehrt montiert sind, müssen entfernt und ausgewechselt werden. Fehlende oder beschädigte Schrauben sollten umgehend durch neue ersetzt werden. Bei stark beschädigten Befestigungen ist möglicherweise eine andere Verbindung erforderlich. Durch Korrosion können sich Flecken bilden und die Bekleidung selbst kann korrodieren. Dies führt letztendlich zu Leckagestellen, so dass die Verbindung versagt.

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An diesen Stellen liegt der Stahlkern frei. Alle auf der Baustelle erstellten Schnitte müssen so gut wie möglich geschützt werden. Wenn es nicht möglich ist, die Schnittflächen zu schützen, indem man sie abdeckt, sollten sie mit einem geeigneten Schutzlack überstrichen werden. Dies ist in den folgenden Fällen besonders wichtig:

  • Unter sehr aggressiven Bedingungen, beispielsweise in einer maritimen oder industriellen Umgebung.
  • Bei sehr flachen Dächern mit geringer Schräge.

Grate an Schnittkanten sind nach Möglichkeit zu vermeiden, was gewisse Anforderungen an das Werkzeug stellt. Die Gratseite eines exponierten Schnitts sollte sich auf der Rückseite (an der dem Gebäudeinneren zugewandten Seite) der Platte befinden.

Bei beschädigten oder korrodierten Schnittkanten muss der Rost entfernt werden. Danach kann die Schnittkante mit einem, zur bestehenden Beschichtung passenden, Farbsystem gestrichen werden.

 

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Kontrollieren Sie alle Durchdringungen wie beispielsweise Dachluken oder Entlüftungsrohre. An diesen Stellen wird die Bekleidung unterbrochen, so dass hier Leckagen oder Korrosionserscheinungen auftreten können. Alle manuell erstellten Schnittflächen müssen geschützt werden. Ein weiteres charakteristisches Risiko für die Zone im unmittelbaren Umfeld der Durchdringungen sind Pfützen aus nicht abfließendem Regenwasser und Schmutzansammlungen.

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Colorcoat Connection® Helpline

+49 (0) 211 69822119 (DE)
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